Checkliste zum auswandern

 

Wer den Entschluss fast auszuwandern und Deutschland den Rücken kehren will sollte nichts überstürzen. Vor der Abreise gibt es viel zu tun. Deshalb sollte man sich vorher eine Liste erstellen, damit man die Übersicht nicht verliert. Diese Checkliste soll deshalb als Anhaltspunkt dienen. Sie erhebt kein Anspruch auf Vollständigkeit und wird von mir von Zeit zu Zeit überarbeitet und erweitert. Ich würde mich auch über Kommentare freuen, falls noch jemand etwas ergänzt haben möchte.

  • Als erstes sollte man sich natürlich genau überlegen ob man wirklich der Typ fürs auswandern ist. Nur weil man in Deutschland mit einigen Dingen unzufrieden ist, muss es woanders nicht besser sein. Gerade in Thailand wird man am Anfang genügend Situationen haben, die ein zur Weißglut bringen.
  • Behalten Sie Ihren Wohnsitz in Deutschland. Wenigstens die erste Zeit sollten Sie sich nicht gleich komplett abmelden. Eine Nachricht ans Finanzamt reicht fürs Erste. Seinen Wohnsitz kann man bei Familie oder Freunden anmelden. Eine eventuelle Rückwanderung gestaltet sich so sehr viel einfacher. Auch wer in Deutschland noch Kapitaleinkünfte hat sollte sich nicht abmelden. Als steuerlicher Ausländer wird man dann nämlich pauschal mit 30 Prozent versteuert.
  • Nehmen Sie nur so wenig wie möglich mit. Fast alles kann man sich in Thailand günstig kaufen. Der Transport per Container ist verhältnismäßig teuer und sehr nervenaufreibend. Sie müssen ja nicht gleich alles Verkaufen. Teile der Wohnungseinrichtung kann man einlagern lassen oder bei Freunden unterstellen. So fängt man bei einer Rückkehr nicht wieder bei Null an.
  • Pflegen Sie Ihre sozialen Kontakte in der alten Heimat. Notieren Sie sich alle Geburtstage und zukünftige Jubiläen Ihrer Freunde. Auch in der Ferne sollten Sie regelmäßig Kontakt halten. Per Skype und sozialer Netzwerke zahlt man heutzutage auch keine Unsummen dafür.
  • Kündigen Sie Ihre Verträge rechtzeitig. Oft merkt man erst zu spät für was man alles monatlich zahlt. Fernsehen, Telefon, Internet, Handy, Fitnessstudio und sicher noch vieles mehr. Bei den meisten Verträgen muss man drei bis sechs Monate vorher Kündigen. Hier sollten Sie sich unbedingt eine Liste mit allen Verträgen und spätesten Kündigungszeitpunkt zusammenstellen. Ein Festnetzanschluss für ein Haus in dem man nicht mehr wohnt belastet das monatliche Auswandererbudget nur unnötig.
  • Schließen Sie eine geeignete Auslandskrankenversicherung ab. Reisekrankenversicherungen gelten immer nur bei einem Aufenthalt bis zu sechs Wochen. Die richtige Versicherung ist deshalb sehr wichtig. Der ADAC und die DKV bieten zum Beispiel günstige Tarife an. Bei den meisten Versicherungen wird jedoch ein deutscher Wohnsitz vorausgesetzt.
  • Kümmern Sie sich um Ihr Visa. Die Thailändische Botschaft benötigt auch etwas Zeit bis alles bearbeitet ist. Wenn dann vielleicht noch Unterlagen fehlen wird der Abflug nur unnötig hinausgezögert.
  • Was wollen Sie unternehmen? Auch wenn Sie in der glücklichen Lage sind in Thailand vielleicht nicht mehr arbeiten zu müssen sollten Sie sich ein Hobby überlegen. Auch im schönsten Paradies wird das nichts tun irgendwann einmal langweilig.
  • Sprechen Sie mit der ARGE.  Klären Sie mit dem zuständigen Bearbeiter alle offenen Fragen für Ihren Arbeitslosengeldanspruch. Kündigen Sie Ihren Job? Dann sollten Sie sich arbeitslos melden und der ARGE mitteilen, dass Sie den Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehen. Dann erhalten Sie zwar keine Arbeitslosengeldzahlung, haben sich diese aber für eine evtl. Rückkehr gesichert. Dieser Anspruch besteht allerdings nur 4 Jahre. Sollten Sie später zurückkehren bekommen Sie auch kein ALG 1 mehr.
You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can skip to the end and leave a response. Pinging is currently not allowed.
Leave a Reply

XHTML: You can use these tags: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>